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Wegebau auf Moorboden

Die Erschließung der schwer zugänglichen und häufig sehr nassen Moorwälder oder Fichten-forste auf instabilen, entwässerten Torfböden rückt mit den zunehmenden Schadereignissen wie Windwurf und Käferbefall immer mehr in den Fokus. Häufig erfolgt der dazu nötige Wegebau, insbesondere im Privatwald, in einer Weise, die dem Moorschutz nicht zuträglich ist und bisweilen auch gegen bestehendes Naturschutzrecht verstößt. Die wertvollen Biotope werden stark beeinträchtigt, da die Wege meist mit Kies oder sogar Bauschutt gebaut werden, häufig ohne Knüppelfundamente oder Trennvliese. Die Verwendung von solchen schweren Materialien führt dazu, dass der Wegkörper tief in den Torf gedrückt wird. Die Einbringung mineralischen Materials begünstigt die Zersetzung des Torfes, was wiederum einerseits das gespeicherte Kohlenstoffdioxid freisetzt und andererseits nährstoffliebende Arten begünstigt und seltene Moorarten verdrängt.
In diesem Infoblatt  haben wir Alternativen zum Wegebau auf Moorböden  zusammengetragen, z.B. den historisch bewährten, direkt auf dem Torf „schwimmenden“ Knüppelweg aus mehreren Lagen Stämmen und Ästen. Das Infoblatt ist eine Diskussionsgrundlage, die wir mit neuen Erkenntnissen fortschreiben wollen. Über einen angeregten Erfahrungsaustausch und weitere Praxisbeispiele zum Wegebau auf Moorböden freuen wir uns sehr.